Ernährungsformen

Eine Ernährungsform ist in erster Form das, was der Mensch zu sich nimmt, wie er es zubereite und wie er es verzehrt. Aber auch das, was er nicht verzehrt, egal welcher Religion er angehört oder in seinem Lebensraum vorkommt. Trotz das es soviele verschiedene Regionale Küchen gibt, wird das Bedürfnis an Nährstoffen im Körper gedeckt. Eine einzige komplette Ernährungsform kann es folglich nicht geben. Heutzutage gibt es bei vielen Menschen Unterschiede zwischen dem Nährstoffbedarf und der Nährstoffzufuhr. Vor allem in den Industrieländern, da sich dort die Ernährungsweise von den üblichen Ernährungsformen entfernen und sich durch zunehmende sitzender Beschäftigung und geringerer körperlicher Betätigung verändert.

Deswegen erforschen die Diätetik die komplette Ernährung, an Hand der Wichtigkeit für die Gesundheit in Abhängigkeit von der Lebensweise. Die moderne Fehlernährung wird insbesondere den zunehmenden Zivilisationskrankheiten zugeordnet. Aber es tragen auch andere Veränderungen zur Entwicklung der Zivilisationskrankheiten bei. Dies hat zur Folge, dass es mittlerweile sehr viele Ansichten, Theorien und Lehren über die komplette Ernährung gibt. Beispiele sind dafür Vollwerternährung, Rohkost- Lehre, die Ernährung nach den 5 Elementen aus der überlieferten Chinesischen Medizin, Ayurveda- Lehre, die Makrobiotik, die Trennkost- Lehre und die Steinzeiternährung. Meist sind die Fragen auf die komplette Ernährung durch die Kulturen und Religionen beeinflusst. Für den Begriff „ vollwertige Ernährung“ hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung Regeln zusammengestellt. Auch die Ernährungs-, Pharma- und Nahrungsergänzungsmittel- Industrie haben Informationen über die „ richtige“ Ernährung. Diese kann man sich im Internet oder in Broschüren anschauen.

Es gibt auch noch alternative Ernährungsformen. Die haben sich in der letzen Zeit durch die Lebensmittelskandale und den allgemeinen Trend zu einer gesünderen und natürlicheren Lebensweise der Menschen durchgesetzt. Da die Vielfalt dieser Ernährungsformen derart groß ist, läuft man schnell Gefahr den Überblick zu verlieren und eine falsche oder sogar ungesunde und gefährliche Form von Ernährung zu sich nimmt.

Eine dieser alternativen Ernährungsformen ist der Vegetarismus. Der Philosoph Pythagoras hatte die Gedanken, dass wenn der Mensch Tiere schlachtet, er auch Menschen tötet. So kam es zu Stande, dass es irgendwann vegetarische Kostformen gab. Diese Kostformen sind fast nur Lebensmittel, die pflanzlichen Ursprung sind und beinhaltet einen Verzicht auf tierische Lebensmittel. Natürlich gibt es verschiedene Formen von Vegetariern. Nicht alle verzichten auf tierische Lebensmittel. Viele Menschen die sich so ernähren, machen das aus ethischen Gründen. Andere wiederum ernähren sich vegetarisch aus gesundheitlichen Gründen, z. B. wegen des Übergewichts. Vegetarische Ernährung kann bei zeitiger Umstellung auch ein paar Zivilisationskrankheiten verhindern und damit vorsorglich Erscheinen. Es gibt diverse Formen des Vegetarismus. Diese unterscheiden sich nach dem Anteil erlaubter Tierischer Lebensmittel, sowie nach der Art und Zubereitung der Pflanzenkost. Diese diversen Formen lassen auch eine ernährungsphysiologische Einschätzung zu. Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass ein Verzicht auf tierische Nahrungsmittel Erfahrungsgemäß vorteilhaft ist. Die Aufnahme von Vollkornprodukten, Obst und Gemüse wirkt sich nämlich gut auf die Kohlenhydrat- und Ballaststoffzufuhr und die Vitamin- und Mineralstoffzufuhr aus. Man unterscheidet bei dem Vegetarismus in Strenge Vegetarier, Veganer (strenge Vegetarier), Rohköstler (neue Vegetarier), Gemäßigte Vegetarier, Teil- und Halb-Vegetarier, Ovo-Lacto-Vegetarier, Lacto-Vegetarier. Es gibt noch Sonderformen. Diese sind „ Pudding- Vegetarier (ernähren sich ausschließlich von verarbeitet und erhitzten Fertigprodukten) und Fructaner/ Frugivoren (verzehren ausschließlich Früchte).