Allergenkennzeichnung von Lebensmitteln

In der EU müssen alle Zutaten von Lebensmitteln gekennzeichnet werden, das heißt sobald die Zutaten mit 2 %oder mehr der Nahrungsmittel ausmachen. Es gibt auch Ausnahmen, dass sind die, wo der Verdacht besteht, dass allergische Reaktionen frei gesetzt werden. Sie werden die „ Allergenen Zwölf“ genannt. Circa 90 % aller Lebensmittelallergien sind davon betroffen. Seit November 2005 müssen diese EU- weit  auf allen Etiketten angegeben werden, dass Allergiker nicht das böse Erwachen bekommen.

Die Allergenen Zwölf, die auf den Etiketten stehen müssen sind, gluten haltiges Getreide( Roggen, Weizen, Gerste, Hafer, Dinkel oder Hybridstämme) oder auch davon produzierte Produkte, Krebstiere und Krebserzeugnisse, Eier und Eiererzeugnisse, Fisch und Fischerzeugnisse, Erdnüsse und Erdnusserzeugnisse, Soja und Sojaerzeugnisse, Milch und Milcherzeugnisse( inklusive Laktose). Dann kommen noch Schalenfrüchte, wie Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse und auch davon produzierte Produkte, Sellerie und die Erzeugnisse, Senf und die Erzeugnisse, Sesamsamen und deren Erzeugnisse. Sulfite und Schwefeldioxide, wenn sie in einer Ansammlung von mehr als 10 mg/kg oder 10 mg/l Schwefeldioxid beinhaltet.

Entweder müssen die Inhaltsstoffe der  entsprechenden Allergenen im Namen des Produktes (z.B. Eiersalat, Nussschokolade, etc.) stehen oder in der Zutatenliste erkennbar sein. Bei Lebensmitteln ohne Zutatenliste muss darauf hingewiesen werden, an einer geeigneten Stelle, welche Allergenen Inhaltsstoffe vorhanden sind. Auf dem Etikett von Weinen steht zum Beispiel drauf, enthalten Schwefeldioxide.

Ausnahmefall bei der Allergenkennzeichnung
Die Bestandteile müssen nicht erwähnt werden, wenn eine nicht beabsichtigte Unreinigkeit des besteht, z.B. wenn vorher ein Nahrungsmittel über die Produktionsstraße lief, was  Allergene Stoffe enthielt. Diese Güter werden oft dann freiwillig mit dem Hinweis verzeichnet „ kann Spuren von…enthalten“. Für Produkte die direkt verkauft werden, wie Obst und Gemüse, bestehen keine gesetzlichen Vorschriften. Auch für Angebote in Restaurants oder Kantinen und kleinere Portionspackungen (Butter, Marmelade)  sind keine Vorschriften von Allergenkennzeichnungen nötig. Besondere Gewürzzutaten  brauchen immer noch keine Kennzeichnung, da sie weniger als 2 % eines Nahrungsmittels ausmacht. Leider besteht deswegen ein Restrisiko für Allergiker, da man die Stoffe unter den Tisch fallen lassen kann. In Zukunft möchten Konsumentenschützer noch ein paar Wünsche verlauten lassen, was die Lebensmittelkennzeichnung angeht.

Bestandteile in der Zutatenliste müssen auf den Etiketten in entsprechender Menge angegeben werden. An erster Stelle kommen die Zutaten, die am häufigsten verwendet wurden und dann nach unten absteigend. Ganz unten findet man die Emulgatoren, Stabilisatoren und die E- Nummern. Es gibt Broschüren, die einen Überblick über die vielen Zusatzstoffe erklärt. Die Lesbarkeit auf den Etiketten, was die Schriftgröße und Farbgestaltung angeht, ist Verbesserungswürdig. Die Konsumentenschützer möchten auch gerne, dass die Nährwertangaben, wie Zucker, Fett und Kalorien angegeben werden sollen. Eine klare Kennzeichnung des Herkunftslandes für Erzeugnisse von Tieren, die mit genveränderter Nahrung gefüttert wurden, steht auf der Liste die sich die Konsumentenschützer wüschen. Die EU meint auf einer Art und Weise, dass was der Konsument wissen möchte, alles auf dem Etikett steht. Was drauf steht soll auch drin sein, dies sollte der Verbraucher entscheiden ob er es wissen möchte. Qualitätsklassen sind im Übrigen keine richtigen Angaben, hingegen nur eine Größenbezeichnung. In der Realität ist es meist so, dass man die Lebensmittelkennzeichnung nicht deutlich auf dem Etikett erkennen kann.